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Die Firmengeschichte

Holz - ein unentbehrlicher Rohstoff der Natur

Mit dieser Einstellung, dem Pioniergeist und dem unternehmerischen Gespür gründete der Kaufmann Heinrich Freudenberg im Jahre 1902 ein Sägewerk mit Holzhandlung in der damals noch selbstständigen Stadt Altona.

Doch das Sägewerk von Freudenberg - auch Old Heini genannt - hatte wenig Erfolg. So konzentrierte er sich auf den Platzholzhandel, verlegte seinen Standort in die Osterstraße 46/48 und bediente von dort aus Tischlereien, Industrie- und Privatkunden.


Freudenbergs Anfänge

In der Zeit bis hin zum Kriegsausbruch 1914 knüpfte man die ersten Kontakte zu ausländischen Produzenten. Freudenbergs Ein- und Verkäufer Simon reiste nach Spanien, Rumänien und bis nach Odessa in Russland. Durch den Import europäischer Hölzer erwirtschaftete die Firma einen beachtlichen Gewinn.

Heinrich Freudenberg erwarb Aktien der Firma J.F.Müller & Sohn AG, einer der namhaften deutschen Holzmakler. Dieser unterhielt bis 1931 ein Lager, in dem Rund-und Vierkanthölzer verwahrt wurden, die aus Übersee als Kommissionsware nach Hamburg geschickt wurden. Der Direktimport exotischer Hölzer war damals unüblich. Die Käufer konnten die Ware ansehen und ohne Risiko kaufen. Außerdem fanden zweimal im Jahr im Lager Auktionen von nicht verkauften Partien statt. Zu den wichtigen Käufern gehörte Heinrich Freudenberg, der besonderes Interesse an Okoumé aus Westafrika hatte.


Mit kleinen und grossen Ideen zum Erfolg

Doch Freudenberg hielt bereits nach direkten Einkaufsquellen Ausschau. Besonders unbekannte Holzarten, wie Limba und Iroko/Kambala, wollte er einführen. Sein Schwager Adolf Gätjens, der nach dem Ersten Weltkrieg im Golf von Guinea geblieben war, wurde sein ortskundiger Repräsentant in Afrika. Sein neuer Verkäufer Alfred Warnemünde kümmerte sich ab 1925 um die Vermarktung der Waren. Die Geschäfte mit Okoumé florierten.

Die Vorkriegszeit war eine Periode der Veränderungen. Die Söhne Hans und Wolfgang Freudenberg stiegen als Mitinhaber der Firma ein und übernahmen vornehmlich das neue Lagersortiment, Hölzer für den Bootsbau, und gewannen so Yacht- und Großwerften als Kunden hinzu.


In den 30er Jahren erweiterte Freudenberg sein Geschäft um Furnierhölzer. Für die Innenverkleidung von Eisenbahn-Abteilen suchten Firmen dekorative Hölzer. So kamen in den Jahren die ersten Teak-Ladungen aus Burma ins Lager Hamburg. Das Geschäft florierte und weitere Lager in Dresden und Neukölln wurden erschlossen.


Schicksalsjahre mit Zukunft

Das Unternehmen überstand die Zeit bis 1945 ohne nennenswerte Schäden, denn in jenen Jahren waren gute Geschäfte Glückssache. Doch die Zusammenarbeit mit französischen Sägewerkern brachte so viel Holz, dass die Kapazität des Sägewerks Lorenz überschritten war. So schaffte man nach langer Überzeugungsart mit dem Holz- und Forstwirtschaftsamt den Kauf des stillgelegten Dampfsägewerk am Billekanal in Billstedt, der heutige Standort der WOB-Group Hamburg.

Nach dem Krieg ruhte die Geschäftstätigkeit, und die Holzbestände unterlagen der britischen Besatzung. Bis zum Juni 1948 wurde für die hiesige Bevölkerung Brennholz geschlagen. Nach der Währungsunion, der Rückkehr des Sohnes Wolfgang aus Chile und seinen zahlreichen Kontakten stand dem Wiedereinstieg ins Importgeschäft nichts im Wege. Bis Ende 1948 durfte zwar Holzware nur über die Clearingstelle JEIA eingeführt werden, doch der Start für hochwertiges Oregon Pine wurde gemacht. Anfang der 50er Jahre kam der Handel mit dem zweitwichtigen Standbein mit Pitch Pine aus Honduras hinzu. Auch das Geschäft mit Afrika erwachte kurz nach dem Kriegsende wieder zum Leben.


Veränderungen mit Folgen

Die Firma Freudenberg knüpfte an die Erfolge der Vorkriegszeit an. Die Geschäfte florierten und doch kriselte es im Unternehmen. Der Verdacht bestätigte sich, dass eine Gesellschaft in Buenos Aires auf sämtliche Lieferungen vorweg Einkaufsprovisionen kassierte. Wolfgang, dem die Gesellschaft zuzuordnen war, musste sich 1954 verantworten. Das Vertrauen der Brüder war zerstört und Wolfgang ließ sich ausbezahlen, ein finanzieller Aderlass, von dem sich das Unternehmen nie wieder erholen konnte.

1956 starb Freudenberg Senior und Hans musste als alleiniger Inhaber gegen enorme Zinsbelastung und miserables Kostenmanagement kämpfen.

Hans Freudenberg hatte nur eine Wahl: Am 2.Juni 1962 ging die Firma Freudenberg in das Eigentum des seit 1954 in Hamburg als Holzimporteur niedergelassenen Willi O.Bührich über. Einige leitenden Angestellte wurden übernommen und unterstützten den neuen Inhaber maßgeblich bei der Sanierung.

Willi O. Bührich, damals Eigentümer zweier Holzimport-Häuser mit unterschiedlicher Ausrichtung, die einander perfekt ergänzten, wurden unter der gemeinsamen Marke "WOB" zusammengeführt und blieben dennoch eigenständig.


Modernisierung - Schritt für Schritt

Als die Firma 1962 wieder auf gesunden Füßen stand, wurde das Betriebsgelände in Billstedt Schritt für Schritt modernisiert und in neue Technik investiert. Bis Mitte der 80er, als der Rundholz-Import drastisch zurückging, wurden jährlich rund 18 000 Kubikmeter exotische Hölzer eingeschnitten.

1976 verfügte die ghanaische Regierung das erste totale Exportverbot für Rundholz. Die Hölzer wurden nun bereits in den Ursprungsländern eingeschnitten und forderten den Bau von Lagerhallen in Hamburg, die den Wert von Schnittholz erhalten. So wurden von 1979 bis 1981 drei Lagerhallen mit insgesamt 7000 Quadratmetern Fläche gebaut. Zusätzlich mussten Lüftungssysteme sowie leistungsfähige Trockenkammern mit eingeplant werden.

Am 15.Oktober 1982 bezog man das neue und moderne zweigeschossige Verwaltungsgebäude. Nun waren Umschlag, Lagerung, Produktion und Verwaltung an einem Platz konzentriert


Ein Familienunternehmen im Wechsel

1987 feierte der Firmeninhaber seinen 65.Geburtstag und nahm damit den Zeitpunkt zum Anlass, noch einmal den Betrieb zu erweitern und baute eine vierte, geschlossene Halle mit zusätzlichen 2000 Quadratmetern.

Mit Wirkung des 1. August 1987 wurden die Firmen Heinrich Freudenberg und Willi O. Bührich KG in GmbH & Co. KG umgewandelt. Stephan Bührich kehrte aus Südamerika zurück und trat 1988 in die Geschäftsführung ein. Ein Jahr später wurde ihm die Gesamtleitung beider Firmen übertragen und Willi O. Bührich stand seinem Sohn nun beratend zur Seite.

1993 wurde Timber Team Holzmarketing gegründet, eine neue Gesellschaft mit jungem, modernem Image, die sich direkt an holzverarbeitende Unternehmen richtet: Fensterproduzenten, Treppen- und Türenhersteller. Nach erfolgreichen Anfängen knüpft man mehr und mehr Kontakte zu Firmen in Osteuropa. Deshalb entstand 2005 die Tochterfirma Timber Team Polska, mit Sitz in Breslau (Wroclaw).

Die WOB-Gruppe ist weiter auf Expansionskurs, getragen von ökologischer Verantwortung für den wertvollen nachwachsenden Rohstoff Holz!